Nettiquette

Vergiss niemals, dass auf der anderen Seite ein Mensch sitzt!


Viele Leute denken in dem Augenblick, in dem sie ihre Artikel und Kommentare verfassen, leider nicht daran, dass die Nachrichten nicht ausschliesslich von Computern gelesen werden, sondern von Mitmenschen. Denke stets daran und lasse dich nicht zu verbalen Ausbrüchen hinreissen. Bedenke: Je ausfallender und unhöflicher du dich gebärdest, desto weniger Leute sind bereit, dir zu helfen, wenn du einmal etwas brauchst. Eine einfache Faustregel: Schreibe nie etwas, was du dem Adressaten nicht auch vor anderen Leuten ins Gesicht sagen würdest.


Erst lesen, dann denken, dann nochmal lesen, dann nochmal denken und dann erst posten!


Die Gefahr von Missverständnissen ist bei einem geschriebenen, computerisierten Medium besonders hoch. Vergewissere dich mehrmals, dass der Autor des Artikels, auf den du antworten willst, auch das gemeint hat, was du denkst. Insbesondere solltest du darauf achten, ob nicht vielleicht Sarkasmus oder eine ähnliche Humorart benutzt wurde, ohne ihn mit dem Smiley-Symbol ":-)" zu kennzeichnen.


Deine Artikel sprechen für dich. Sei stolz auf sie!


Die meisten Leute im Netz kennen und beurteilen dich nur über das, was du in Artikeln oder Mails schreibst. Versuche daher, deine Artikel leicht verständlich und möglichst ohne Rechtschreibfehler zu verfassen. Ein Duden neben dem Rechner mag manchem als Übertreibung erscheinen; in Anbetracht der Tatsache, dass viele Leser den Autor eines vor Fehlern beinahe unleserlichen Artikels für einen (um es ganz deutlich zu sagen) Vollidioten halten, ist diese Investition vielleicht nicht ganz verfehlt. Bedenke, dass dein Anliegen nicht rüberkommt, wenn es nicht einmal den elementaren Anforderungen an Stil, Form und Niveau genügt. Bedenke bitte auch: Vielleicht lesen deine zukünftigen Kollegen oder dein zukünftiger Chef mit. Vorurteile bilden sich leicht.


Nimm dir Zeit, wenn du einen Artikel schreibst!


Einige Leute denken, es würde ausreichen, einen Artikel in zwei Minuten in den Rechner zu hacken. Besonders im Hinblick auf die vorangegangenen Punkte ist das aber kaum möglich. Du solltest dir Zeit nehmen, um einen Artikel zu verfassen, der auch deinen Ansprüchen genügt.


Vernachlässige nicht die Aufmachung deines Artikels!


Es ist natürlich nicht zwingend, einen Schreibmaschinenkurs mitgemacht zu haben, jedoch sollten Punkte und Kommas selbstverständlich sein; durch Gross- und Kleinschreibung wird der Text leserlicher. Absätze lockern den Text auf, wenn sie alle paar Zeilen eingeschoben werden. Bitte denkt an eine "normale" Zeichensetzung. Übermässiger Gebrauch von Ausrufe- oder Fragezeichen sind hier nicht gern gesehen. Wer was zu sagen hat sollte das auch mit einem statt mit fünf Ausrufezeichen schaffen.


Denke an die Leserschaft!


Überlege dir vor dem Posten eines Artikels, Followups oder Kommetars, welche Leute du mit deiner Nachricht erreichen willst und wähle das Forum, in das du schreibst, sorgfältig aus. Poste, wenn irgend möglich, nur in EIN Forum. Ein "Crossposting" eines Artikels in mehrere, womöglich inhaltlich verwandte Gruppen ist nicht empfehlenswert und wird nicht gern gesehen.


Vorsicht mit Humor und Sarkasmus!


Achte darauf, dass du deine sarkastisch gemeinten Bemerkungen so kennzeichnest, dass keine Missverständnisse provoziert werden. Bedenke: In einem schriftlichen Medium kommt nur sehr wenig von deiner Mimik und Gestik rüber, die du bei persönlichen Gesprächen benutzen würdest. Im Netz gibt es für diesen Zweck eine ganze Reihe von Symbolen; die gebräuchlichsten sind ":-)", ";-)" und ":-(". Wenn dir nicht sofort auffällt, was diese Symbole bedeuten sollen, lege den Kopf doch einfach auf die linke Schulter und schaue nochmal.


Kürze den Text, auf den du dich beziehst, auf das notwendige Minimum!


Es entspricht einer guten Praxis, Textstellen, auf die man sich bezieht, mit einer blockquote zu zitieren. Mache es dir jedoch zur Angewohnheit, nur gerade so viel Originaltext stehen zu lassen, dass dem Leser der Zusammenhang nicht verlorengeht. Das ist a) wesentlich leichter zu lesen und zu verstehen und b) keine Verschwendung von Ressourcen. Lasse den Originaltext aber auch nicht ganz weg! Der Leser deines Artikels hat den Artikel, auf den du dich beziehst, mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr exakt in Erinnerung und hat ohne weitere Anhaltspunkte grosse Mühe, den Sinn deiner Ausführungen zu erkennen. ACHTUNG: Auch die UNTERSCHRIFT oder die SIGNATUR der Originalnachricht sollte nur dann zitiert werden, wenn darauf auch inhaltlich Bezug genommen wird. Wie die ebenso lästige DOPPELSIGNATUR ist dies ein FEHLER, den der Betreffende selbst oft nicht bemerkt.


Benutze alternative Kommunikationssysteme, wo immer es geht!


Wenn du dem Autor eines Artikels etwas mitteilen willst, überlege dir bitte genau, ob dafür nicht eine simple E-Mail oder Private Nachricht (PN) ausreicht. Beispiel: Abmachen eines privaten Treffens oder Dates.


Kommerzielles?


Ein gewisses Mass an kommerziellen Informationen wird toleriert, z.B. Adressen von Firmen, die ein bestimmtes Produkt anbieten, nachdem jemand danach gefragt hat. Als unverschämt wird dagegen die Verbreitung von reinen Werbeinformationen angesehen. Kommerzielle Werbung ist im Dienst nicht gestattet!


"Du" oder "Sie"?


Aus der Deutschsprachigkeit der Website erwächst die Frage, ob man andere Netzteilnehmer in Artikeln und E-Mails "duzen" oder "siezen" sollte. Dafür gibt es keine allgemeingültige Regel. Es hat sich jedoch eingebürgert, den Anderen mit "du" anzureden. 99,9 % der Teilnehmer finden das auch völlig in Ordnung und würden es als eher absonderlich ansehen, wenn sie auf einmal gesiezt werden würden.